Soziale Mischung und gute Nachbarschaft in Neubauquartieren

Soziale Mischung und gute Nachbarschaft in Neubauquartieren

Planung, Bau und Bewirtschaftung von inklusiven Wohnanlagen
Soziale Mischung in Wohnquartieren ist eine wichtige Aufgabe für Stadtentwicklung und Wohnungspolitik. Auf das schwieriger werdende Zusammenleben in einer heterogener werdenden Gesellschaft muss die Entwicklung von Wohnanlagen reagieren. Das Forschungsprojekt vertieft das Wissen über funktionierende soziale Mischung in Nachbarschaften, in denen auch preisgünstige Wohnungen, unterschiedliche Wohnformen sowie Haushalte mit erschwertem Zugang zum Wohnungsmarkt erwünscht sind.

Am Forschungsprojekt beteiligt waren 14 Wohnungsunternehmen unterschiedlichen Typs. Im Fokus der Untersuchung aus Unternehmens- und Bewohnerperspektive stehen ihre 16 Fallbeispiele. Alle Phasen sozial gemischter Neubauquartiere werden analysiert: Strategien und Konzepte, baulich-räumliche Gestaltung und Umsetzung sowie Belegung und Bewirtschaftung.

Die Diskussion zu sozialer Mischung und Segregation beim Wohnen wird heute nicht mehr als ein Entweder/Oder geführt, sondern offen. Die beteiligten Wohnungsunternehmen wollen ihre Quartiere explizit sozial mischen und entwickeln die Mischungskonzepte quartiersspezifisch ohne Normstrategien. Die Unternehmen wie auch die Bewohner haben mit Vielfalt in ihren Neubauten keine besonderen Schwierigkeiten. Gemischt wird in unterschiedlichem Maßstab: Haus, benachbarte Gebäude, Quartier. Auch mit einer kleinteiligen Mischung von geförderten und freifinanzierten Mietwohnungen innerhalb eines Hauses sind die Unternehmen wie die Bewohner gleichermaßen zufrieden. Es wäre zu kurz gegriffen, die soziale Vielfalt nur an der Belegung festzumachen. Die soziale Mischung beruht wesentlich auf verschiedenartigen Wohnungstypologien und Wohnformen mit vielgestaltigen Grundrissen für Haushalte in unterschiedlichen Lebenssituationen. Dabei ist auch die Mischung der Finanzierungsformen mit geförderten und freifinanzierten Mietwohnungen sowie Eigentum maßgebend. Soziale Mischung muss in baulicher Vielfalt angelegt werden.

gefördert durch:

Forschungsinitiative Zukunft Bau des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Links:

»www.forschungsinitiative.de/
Soziale Mischung

»www.bbsr.bund.de
»www.irb.fraunhofer.de/
Soziale Mischung