Leerstandsproblematik in Kleingartenanlagen

Auftraggeber:

Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), vertreten durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)

Publikation:

Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (Hrsg.) (2012): Bewältigung der Leerstandsproblematik in Kleingartenanlagen in strukturschwachen Regionen. Forschungen Heft 158.
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Links:

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»www.bbsr.bund.de

Leerstandsproblematik in Kleingartenanlagen

Strategien für strukturschwache Regionen
Ein wachsender Anteil alter Menschen, umfangreiche Einwohnerrückgänge aufgrund von Geburtendefiziten und Wanderungsverlusten sowie sich verändernde Wirtschaftsstrukturen führen zu einer spürbar veränderten Nachfrage in vielen städtischen Bereichen, insbesondere beim Wohnen, bei der Infrastruktur, bei Industrie, Gewerbe und Dienstleistungen. Sie erzeugen in wachsendem Maß strukturellen Leerstand von Wohnungen und Gebäuden sowie Brachflächen. Auch das Kleingartenwesen ist davon nicht ausgenommen. Hier vollziehen sich insbesondere auch Veränderungen in der Sozialstruktur der Kleingartennutzer, welche vor allem durch einen Generationswechsel geprägt ist. Während die Nachfrage nach Kleingärten in Großstädten und städtischen Ballungsräumen unverändert groß ist, gibt es in schrumpfenden und ländlichen Regionen mehr und mehr Leerstände in Kleingartenanlagen.

Im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens stand die Analyse des strukturellen Leerstands in Kleingartenanlagen und die damit zusammenhängenden möglichen Bewältigungsstrategien auf regionaler und lokaler Ebene. Betrachtet wurde das im Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V. (BDG) organisierte Kleingartenwesen mit dem räumlichen Schwerpunkt auf strukturschwache Regionen mit Städten und Gemeinden, die von Schrumpfungsprozessen betroffen sind. Die Untersuchung erfolgte auf der Basis schriftlicher Befragungen, vertieft durch Fallstudien in zehn Kommunen mit strukturellem Kleingartenleerstand.