Kleingartenwesen in Deutschland

Auftraggeber:

Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, vertreten durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Dokumente:

»Kurzbericht deutsch (pdf) »Kurzbericht englisch (pdf)

Publikation:

Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (Hrsg.) (2008): Städtebauliche, ökologische und soziale Bedeutung des Kleingartenwesens. Reihe Forschungen Heft 133. Bonn

Links:

»BBSR: Städtebauliche, ökologische und soziale Bedeutung des Kleingartenwesens
»www.bmvbs.de
»www.bbr.bund.de

Kleingartenwesen in Deutschland

Bundesweite Befragungen
Derzeit gibt es in Deutschland rund 1,24 Millionen Kleingärten. Mit den dazu gehörenden Gemeinschaftsanlagen nehmen sie eine Fläche von insgesamt rund 50.000 ha ein. Kleingärten sind beliebtes Betätigungsfeld und Quelle der Erholung für die Pächterinnen und Pächter sowie deren Familien, sie sind aber darüber hinaus gerade in städtischen Ballungsräumen aus städtebaulicher und landschaftsplanerischer Sicht nicht mehr wegzudenkende Naturräume und erfüllen wichtige ökologische Funktionen.

Die sozialen und demografischen Veränderungen machen jedoch vor dem Kleingartenwesen nicht halt. Neben einer unverändert großen Nachfrage nach Kleingärten in Großstädten und städtischen Ballungsräumen gibt es in schrumpfenden und ländlichen Regionen teilweise bereits Leerstände in Kleingartenanlagen. Veränderungen vollziehen sich auch in der Sozialstruktur der Kleingartennutzer, die vor allem durch den sich vollziehenden Generationenwechsel, aber z.B. auch durch eine wachsende Anzahl von Menschen mit Migrationshintergrund geprägt ist.

Die Darstellung der aktuellen Situation sowie der Aufgaben, die sich daraus für das Kleingartenwesen unter städtebaulichen, ökologischen und sozialen Aspekten ergeben, war Gegenstand einer bundesweiten Untersuchung, die Befragungen von über 100 kommunalen Verwaltungen, von Vertretern der Kleingärtnerorganisationen auf Bundes-, Landes- und Vereinsebene sowie von mehr als 5.000 Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern umfasste.