Integrierte Entwicklungskonzepte

Auftraggeber:

Stadt Jena, Fachdienst Stadtentwicklung

Links:

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Integrierte Entwicklungskonzepte

Jena-Lobeda und Jena-Winzerla
Eine der wenigen prosperierenden Städte Thüringens in den letzten Jahren ist Jena. Davon profitieren jedoch nicht alle Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt und damit auch nicht alle Stadtteile. Jena Lobeda und Jena Winzerla sind die beiden Stadtteile Jenas, in denen sich soziale Probleme vorrangig konzentrieren. Deswegen sind sie seit 1999 bzw. 2003 Fördergebiete im Bund-Länder-Programm "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Die Soziale Stadt". Mit 23.500 Einwohnern ist Lobeda der größte Stadtteil Jenas, Winzerla ist nur ca. halb so groß. Beide Stadtteile sind durch Plattenbauten geprägt, die in den 1960er bis 1980er Jahren entstanden sind. Die weiterhin erwarteten demographischen und sozialen Entwicklungen unterstreichen den Handlungsbedarf.

Nach der bereits langjährigen Beteiligung am Städtebauförderungsprogramm stand 2008/2009 die Fortschreibung der jeweiligen Integrierten Entwicklungskonzepte an. Diese wurden gemeinsam mit den bestehenden Stadtteilmanagements, wichtigen Akteursgruppen aus den Stadtteilen sowie einer ressortübergreifenden Arbeitsgruppe mit Vertretern aus den Fachämtern der Stadt Jena sowie den Wohnungsunternehmen erarbeitet.

Dabei wurden vorhandene Strategien und Planungen von Maßnahmen unterschiedlicher Fachressorts zusammengeführt, Potenziale und Defizite unterschiedlicher Handlungsfelder herausgearbeitet, entsprechender Handlungsbedarf formuliert und eine Reihe konkreter Umsetzungsideen entwickelt. In Lobeda stehen vorrangig die Qualifizierung der sozialen Infrastruktur und die Entwicklung von Nachnutzungskonzepten für leer stehende Gebäude und Brachen im Mittelpunkt. In Winzerla geht es eher um die Anpassung und sichtbare Aufwertung des Stadtteils für mehr Nutzungsmischung, Familieneignung und Barrierefreiheit. In beiden Stadtteilen sind die Stadtteilmanagements und ihre Vorortbüros sowie eine intensive Öffentlichkeitsarbeit wesentlich. Die vorliegenden integrierten Entwicklungskonzepte sind – nach ihrer Beschlussfassung durch den Stadtrat 2010 – die Voraussetzung für die weitere Arbeit.